Nein zum Biotonnen-Zwang

Mit einem eigentlich längst gelösten Problem wird sich die Burscheider Kommunalpolitik in den nächsten Monaten zu beschäftigen haben: Muss ab dem 1. Januar 2015 die Biotonne wieder eingeführt werden?

Zum Hintergrund: Burscheid hatte die braune Biotonne im Jahr 2001 unter anderem auf Antrag der CDU-Fraktion abgeschafft, weil sie zu hohen Müllgebühren führte, und der ökologische Sinn äußerst zweifelhaft war. Stattdessen wurden Anreize zum Selbst-Kompostieren gesetzt und die zentrale Sammlung von Grünschnitt auf dem Wertstoffhof der Firma Remondis in Hilgen-Heide eingerichtet. Die Umstellung wurde zum Erfolg: Zum einen konnten die Müllgebühren spürbar gesenkt werden, zum anderen wird gerade die zentrale Sammlung in Hilgen-Heide von den Burscheiderinnen und Burscheidern seitdem sehr gut angenommen. Das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes sieht nun jedoch vor, dass bis 2015 flächendeckend eine getrennte Sammlung von Bioabfällen einzuführen ist. Welche Anforderungen im Einzelnen zu stellen sind, ist nicht ausdrücklich geregelt, jedoch fordert auch der Abfallwirtschaftsplan der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, dass die durchschnittlich gesammelte Menge Bioabfall von 104 Kg pro Person langfristig auf 150 Kg pro Person erhöht wird. Die CDU-Fraktion sieht eigentlich keinen Anlass, das bestehende und bewährte System zu ändern. Fraktionsvorsitzender Jörg Baack: „Wir werden alle Spielräume nutzen, um eine bürgerfreundliche, ökologisch sinnvolle und günstige Entsorgung des Bioabfalls zu erhalten. Unser Ziel ist es, dass sich möglichst wenig ändert, wir brauchen und wollen die Biotonne nicht“

Veröffentlicht am 10.05.2014.