Drogeriemärkte in Burscheid und Hilgen

Politik und Verwaltung sind sich einig – seit dem Ende der Schlecker-Filialen fehlen in Burscheid und Hilgen Drogeriemärkte.

„Wenn unsere Wünsche wie im Märchen einfach Wirklichkeit werden könnten, wäre diese ärgerliche Versorgungslücke längst beseitigt. Doch leider müssen wir uns in der Realität immer wieder mit neuen Schwierigkeiten auseinandersetzen und Antworten hierauf finden“, schildert der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Baack die aktuelle Situation. Eine Schwierigkeit liegt darin, dass bekannte Drogeriemarkt-Ketten allgemein nur dann bereit sind, neue Filialen zu öffnen, wenn eine Verkaufs- und Lagerfläche von mindestens 800 Quadratmetern zuzüglich einer ausreichenden Zahl an Parkplätzen zur Verfügung steht. Trotz intensiver Bemühungen von Bürgermeister Stefan Caplan ist es daher nicht gelungen, auch nur einen Drogerie-Anbieter zur Übernahme eines alten Schlecker-Standortes oder zu einer anderen Alternative zu bewegen. Flächen mit mindestens 800 Quadratmetern plus Parkraum sind in zentraler Lage jedoch nicht vorhanden, wobei Einvernehmen besteht, dass Ansiedlungen im Bereich der Innenstadt bzw. im „Dorfkern“ von Hilgen bei weitem am sinnvollsten sind. Drogeriemärkte ziehen weitere Kunden in die Zentren, wodurch deren Attraktivität erheblich profitiert. Um das Problem zu lösen, setzt auch die CDU-Fraktion nun darauf, die vorhandene Wohn- und Geschäftsbebauung in der Montanusstraße rasch bis in den Bereich des heutigen Busbahnhofs fortzusetzen und hier geeignete Voraussetzungen zu schaffen. Die notwendige Änderung des Bebauungsplans wurde in der Ratssitzung am 21. März 2013 bereits einstimmig auf den Weg gebracht. Um keine Zeit zu verlieren, führt Bürgermeister Stefan Caplan parallel Verhandlungen mit entsprechenden Drogeriemärkten. Für Hilgen genießt das Gelände des alten Bahnhofs aus Sicht der CDU-Fraktion oberste Priorität.

Veröffentlicht am 10.05.2014.