Antrag: Koordinierung der Bereitschaftsdienste von Ärzten und Apotheken

die Senioren-Union der CDU Burscheid stellt für den Kreisparteitag am 22.10.2014 den folgenden Antrag:

Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind gesetzlich dazu verpflichtet die ärztliche Versorgung der Versicherten sicherzustellen. Außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten (abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen) geschieht dies durch den sog. ärztlichen Notdienst.

Die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln erfolgt durch die Apotheken. Diese unterhalten außerhalb der regulären Ladenöffnungszeiten ebenfalls einen Notdienst.

Die Notdienste der Ärzte und der Apotheken sind nicht miteinander koordiniert. Die CDU Rheinisch-Bergischer Kreis fordert den Gesetzgeber auf eine Regelung zu treffen, durch den die Organisationen der Ärzte und Apotheker verpflichtet werden, die Dienste zu koordinieren. Zumindest ist sicherzustellen, dass in unmittelbarer Nähe der ärztlichen Notfalldienstpraxis eine Apotheke dienstbereit ist.

Begründung:

Seit Oktober 2013 bzw. Januar 2014 gelten neue Regelungen für den Ärztebereitschaftsdienst und den Apothekennotdienst. Dabei wurden die bis dahin örtliche festgelegten Dienste auf eine regionale Lösung umgestellt. Regelmäßig entstehen dadurch Situationen, bei denen Patienten nach der Behandlung in einer Notfalldienstpraxis verordnete Medikamente nicht in der Nähe der Praxis erwerben konnten, weil die nächstgelegene Apotheke geschlossen ist. Es ist sogar vorgekommen, dass Patienten in eine andere Stadt fahren mussten, um die verordneten Medikamente zu erhalten. Dies stellt für Kranke eine zusätzliche Belastung dar. Insbesondere wird durch zusätzliche Fahrten zur diensthabenden Apotheke der Beginn der medikamentösen Behandlung weiter verzögert. Dieser Zustand ist durch eine Koondinierung der Dienste zu vemeiden.

Mit freundlichen Grüßen,

Heinz Wilgenbusch

Veröffentlicht am 02.11.2014.