Teils billiger, teils aber auch teurer
Burscheid. Für eine gute und eine weniger gute Nachricht sorgte der Verwaltungsrat der Technischen Werke Burscheid (TWB) auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus. Die gute Nachricht: Einstimmig wurde dem Vorschlag von Stadtverwaltung und TWB gefolgt, ab 2011 die Gebühren je Kubikmeter Schmutzwasser auf 3,54 (bisher 3,72) Euro zu senken. Die Regenwassergebühr beträgt künftig 1,32 (bisher 1,75) Euro.
Nicht unerheblich für den Wirtschaftsstandort Burscheid ist ebenso die Entlastung bei den Gewerbebetrieben mit künftig 2,43 (2,55) Euro je Kubikmeter und 0,94 (1,30) Euro je Quadratmeter. Gründe für die gute Nachricht sind einerseits die Rückerstattung von rund 4,5 Millionen Euro Investitionsmittel des Wupperverbandes für die Jahre 1998 und 2000, andererseits der befolgte Antrag der CDU-Fraktion, bei diesen Mitteln auf den Ansatz einer „unangebrachten“ Eigenkapitalverzinsung zu verzichten. Damit werde die Senkung „noch um ein paar Cent deutlicher ausfallen“.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Baack: „Schließlich handelt es sich um Geld, dass der Burscheider Gebührenzahler ursprünglich selbst gezahlt hat“. Darüber hinaus hatten die TWB 2010 mit zu hohen Investitionskosten kalkuliert. Zur Senkung der Abwassergebühren führte auch die Neuermittlung der versiegelten Fläche. TWB-Mitarbeiter Franz Pütz: „Die aktuellen Flächen liegen erheblich über den bisher zugrunde gelegten Größen – die Verbreiterung der Bewertungsgrundlagen führt zu einer geringeren Belastung aller Gebührenzahler“.
Die weniger gute Nachricht betrifft die Straßenreinigung: Ab 2011 steigen die Gebühren je Grundstücksmeter im Sommer auf 1,92 (bisher 1,90) Euro, im Winter auf 1,36 (bisher 0,99) Euro. Als Grund nannte TWB-Prokurist Christian Meuthen die gestiegenen Kosten. Dass möglicherweise die kürzlich von der TWB beschlossene Übernahme des Winterdienstes auch für kleinere Anliegerstraßen (insgesamt rund sieben Kilometer Länge) eine Rolle bei der Neuberechnung gespielt haben könnte, wurde von Meuthen verneint.
Kölner Stadtanzeiger vom 20.12.2010
Zurück zur Übersicht