Caplan trägt jetzt die Amtskette

Für Hans Dieter Kahrl ging sein letzter Arbeitstag am Dienstag zu Ende. Ab Mittwoch tritt der ehemalige Beigeordnete Stefan Caplan das Amt des Burscheider Bürgermeisters an.

 

Burscheid - Am Dienstag hatte Bürgermeister Hans Dieter Kahrl seinen letzten Arbeitstag. Ab dem 21. Oktober heißt der Bürgermeister von Burscheid Stefan Caplan. Mit etwas Wehmut hängte Kahrl die glänzende Amtskette dem neuen Stadtoberhaupt über - ein bewegender Augenblick für die beiden zu Freunden gewordenen Kollegen.

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Der scheidende Bürgermeister Hans Dieter Kahrl übergab an seinem letzten Arbeitstag die Amtskette an seinen Nachfolger Stefan Caplan. Sein Beigeordneten-Büro wird Caplan als Amtszimmer behalten.
Noch aber brauchen die Burscheider auf ihren scheidenden Bürgermeister nicht ganz zu verzichten. „Ich breche mit dem heutigen Tage meine Arbeit für Burscheid nicht ab“, sagte Kahrl. Bis November wird er seinen Nachfolger bei einigen Großprojekten, die noch nicht in trockenen Tüchern sind, unterstützen. Dazu zählen der Neubau des Jugendzentrums, der Alleenradweg sowie das Innovationsprojekt Hilgener Schulstraße mit der energetischen Erneuerung der EMA-Schule: „Schließlich steckt der Teufel im Detail.“

Kahrl und Caplan - Tür an Tür

Für den bisherigen Beigeordneten Caplan sind die von Kahrl hinterlassenen „Fußstapfen noch ein wenig groß“: „Aber ich habe in den Jahren unserer gemeinsamen Tätigkeit viel von ihm lernen können.“ Tür an Tür hatten die beiden ihre Büros - getrennt nur durch das gemeinsame Vorzimmer mit Edelgard Langhans und Katrin Koslowski. Caplan wird sein bisheriges Beigeordnetenbüro weiterhin als Chefbüro nutzen. Für Langhans und Koslowski war die Zusammenarbeit mit Kahrl „stets fair und verbunden mit einem guten Arbeitsklima.“ Besonders geschätzt von den Vorzimmerdamen war Kahrls menschliche Seite und sein Humor: „Häufig hat er uns schon morgens über Telefon mit ernster Stimme veräppelt. Irgendwie war da immer der 1. April. Das wird uns fehlen.“ Gestern machten noch viele der Gäste, die bei der Abschiedsfeier im Haus der Kunst verhindert waren, ihre Aufwartung. Besonders freute sich Kahrl über den Besuch seines Amtskollegen aus Leichlingen, Ernst Müller: „Wir haben uns immer gut verstanden.“ Müller überreichte als Präsent zwei Flaschen 2004er-Rotwein - aus Kahrls Startjahr in die zweite Amtsperiode - sowie einen großen Bildband über die Wupper. Auch für den wiedergewählten Leichlinger Verwaltungschef beginnt heute die neue Amtszeit. Ohne Feierlichkeiten. Ohne Sektkorken. Ohne Pause: „Ich arbeite einfach weiter“, sagt er.

 

Kölner Stadtanzeiger, 21.10.2009



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