Dürscheid wird von Bus angefahren
Burscheid - Zügig arbeitete am Donnerstagabend der Sozial- und Schulausschuss seine Tagesordnung ab. Im Zusammenhang mit den Ausgaben aus der Sozialstiftung Speck - die 1977 verstorbene Andrea Speck setzte die Stadt Burscheid als Erben eines Stiftungsvermögens von knapp 85.000 Euro ein - schlug Gisela Schürmann vor, Mittel aus dieser Stiftung für den Transfer älterer und behinderter Bürger aus Dürscheid einzusetzen: „Dort fährt der Bürgerbus nicht hin.“
Die Verwaltung wird diesen Vorschlag prüfen. Schürmanns Vorschlag stimmt mit dem Stiftungszweck, die Unterstützung alter und kranker Menschen, überein. Zumindest bis Dezember könnten aus dem Fond Gelder für den Transfer Dürscheid - Burscheid und zurück bereitgestellt werden.
Ab Dezember wird Dürscheid allerdings an das ÖPNV-Netz angeschlossen. Nach der Fahrplanänderung bindet die Wupsi-Linie 229 (Burscheider Busbahnhof - Leverkusen-Lützenkirchen) in einer Schleife Dürscheid mit den beiden neuen Haltestellen Kapelle St. Peter & Paul sowie Sängerheim in die Strecke ein. Bislang hält die Linie 229 nur am Abzweig der Landstraße 58 nach Dürscheid.
Der Kreisverkehrsausschuss war in seiner Sitzung am Mittwochabend in Bergisch Gladbach einer entsprechenden Anregung der Burscheider CDU-Fraktion gefolgt und der Erweiterung der Linie zugestimmt. Die Stadtverwaltung hat dem „Optimierungsvorschlag“ bereits zugestimmt. Das Thema wird am 29. Juni noch im Stadtentwicklungsausschuss abschließend behandelt.
103.000 Euro Kapital
Stiftung Speck: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt sechs Anträge gestellt. Vier Anträge wurden genehmigt und erhielten Stiftungsgelder (Anschaffung einer Matratze, Ersatzbeschaffung Spülmaschine, Eigenanteil Tagesausflug Arbeiter-Samariter-Bund, Zuschuss für eine Brille) in Höhe von insgesamt 712 Euro. Das Stiftungskapital beträgt derzeit knapp 103.000 Euro. Die überschüssigen Zinsen stehen der Förderung zur Verfügung - am 31. Dezember 2009 beliefen sich die Stiftungsmittel einschließlich Zinsen auf rund 9300 Euro.
Auf Anregung von Gisela Urbahn (Unabhängige Wählergemeinschaft) soll die Stiftung Speck stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und eine Förderung der Weihnachtswunschbaum-Aktion mit Stiftungsgeldern geprüft werden. Dirk Runge von der Verwaltung erinnerte daran, dass ebenso Stiftungsgelder in das künftige „altersgerechte Wohnen“ in der Altstadt fließen werden.
Kölner Stadtanzeiger vom 19.06.2010
Zurück zur Übersicht