CDU nimmt Abschied vom Wundenlecken

Kommunalpolitik Das zurückliegende Jahr habe eine gute Wendung genommen.

 

Burscheid. Für die CDU war das vergangene Jahr eines des Wundenleckens und des Neubeginns. So sieht es Erika Gewehr, Vorsitzende des Stadtverbandes, so sieht es Bürgermeister Caplan bei der Jahreshauptversammlung der Partei am Montag. „Der Einstieg am 2009 war nicht schmerzfrei“, sagt Gewehr mit Blick auf das Bündnis für Burscheid, das aus einer CDU-Abspaltung entstanden war.

 

Trotzdem habe das vergangene Jahr eine gute Wendung genommen. Siehe Kommunalwahlen. „Wir sind in Burscheid der Wahlsieger.“ Die Partei habe dem Bürger im vergangenen Jahr vermitteln müssen, dass sie solide politische Arbeit leiste. „Wir hatten einen riesigen Berg Arbeit vor uns.“ Nachdenklichere Töne kommen vom Bürgermeister. Er wisse nicht, ob er anfangs alles richtig gemacht habe, erklärt er. „ Aber es hat sich ein Zusammenhalt entwickelt, den er so nicht kannte.“

 

Herbert Reul wirbt für die Arbeit des Europaparlaments

 

Menschen, die Entscheidungen treffen, machen Fehler, lautet das Fazit des Europaabgeordneten Herbert Reul. Politik müsse streitbar sein. Nur so behalte die Partei Profil und Wählerstimmen.

Gleichzeitig plädiert der Vorsitzende des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie dafür, politische Ebenen in „Gleichklang zu bringen“. „Wenn etwas schief geht, dann waren es die in Brüssel.“ Reuls Rede ist ein Statement für Europa, gleichzeitig wirbt er für mehr Verständnis für seine Arbeit. Nur gemeinsam könnten die Staaten die Finanzkrise in den Griff bekommen oder gewährleisten, dass Haushalte künftig mit Energie zu vertretbaren Preisen versorgt würden.“

 

Wichtig sei, Deutschland in Sachen Forschung voranzubringen. „Wir haben und in den vergangenen Jahren mit Energie- und Klimafragen beschäftigt und die Industrie vernachlässigt.“ Ob Europa eine Zukunft habe, hänge auch von der industriellen Entwicklung ab.

 

Jörg Baack, Vorsitzender der CDU-Fraktion, verweist in diesem Zusammenhang erneut auf den Antrag, die Stadt mit Breitband zu versorgen. „Wir müssen aufpassen, dass wir den Anschluss nicht verlieren.“ Nur mit schnellen Internetzugängen könne Burscheid Familien oder Gewerbetreibende in die Stadt locken.

 

 

Bergischer Volksbote vom 17.03.2010



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