Kindeswohl: Vereine sollen aufmerksam werden
Burscheid. Am Mittwoch hat die Burscheider CDU ihre Veranstaltungsreihe „Vor Ort“ gestartet. Erstes Thema „Kindeswohl vor Ort“.
Im Burscheider Jugendzentrum standen Fachkräfte Rede und Antwort zum Thema Kinderschutz und Kinder- und Jugendhilfe. Zu Gast waren die Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Burscheid, Carmen Lienke-Blumberg, Inge Wirths vom Familienzentrum Schützeneich, Margrit Theimann-Weiler vom evangelischen Kinderheim und Markus Fischer vom Kreisjugendamt. Außerdem erläuterte Thomas Straßer vom Amt für Jugend und Soziales die aktuelle Situation in Bezug auf Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung. „2009 wurden in Burscheid 30 Meldungen zur Kindeswohlgefährdung gemacht“, erklärt Straßer. Insgesamt sei die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Burscheid aber durchschnittlich. Betont wurde in der Diskussionsrunde vor allem das Thema Zivilcourage: „Man muss die Öffentlichkeit mehr einbeziehen. Es darf nicht weggeschaut werden“, sagte Lienke-Blumberg nachdrücklich. Zwar sei das Netzwerk der einzelnen Institutionen untereinander sehr gut, aber dennoch müsse eine durchgängige Präventionsarbeit geleistet werden. „Man darf nicht vergessen, dass sich die Familienstruktur insgesamt verändert hat. Die Zahl der alleinerziehenden Mütter ist steigend“, sagte Ingrid Wirths.
Einig waren sich alle Gäste an diesem Abend in einem Punkt: Mehr einbeziehen wolle man die Sportvereine. „Dadurch können wir noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen“, sagte Bürgermeister Stefan Caplan.
Bergischer Volksbote vom 15.05.2010
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